Bettwanzen beim Umzug erkennen, vermeiden und richtig handeln
Bettwanzen reisen beim Zügeln mit Möbeln, Matratzen und Textilien mit. Melden Sie einen Befall deshalb der Verwaltung, lassen Sie ihn vor dem Umzug von einer Fachfirma behandeln und packen Sie nur kontrollierten Hausrat ein.
Veröffentlicht am 11. Oktober 2026. Mit Quellenangaben am Ende der Seite.
Das Wichtigste in Kürze
- Bettwanzen erkennen Sie an dunklen Kotflecken auf Matratze und Bettgestell, an Blutflecken auf der Bettwäsche und an den Tieren selbst. Stiche allein beweisen keinen Befall.
- Bei Befall hilft laut Stadt Bern nur eine Fachfirma für Schädlingsbekämpfung. Sprays aus der Drogerie treiben die Tiere in der Wohnung herum.
- Als Mieterin oder Mieter melden Sie den Befall umgehend der Verwaltung. Die Kosten trägt laut Mieterverband grundsätzlich die Vermieterschaft.
- Vor dem Umzug lassen Sie befallene Gegenstände von einer Fachfirma behandeln. Was weg soll, verpacken Sie luftdicht. Textilien waschen Sie laut Stadt Bern und Kanton Genf bei 60 °C oder frieren sie ein.
- Gebrauchte Möbel, Matratzen und Kleider kontrollieren Sie, bevor Sie sie in die Wohnung nehmen. Einlagern sollten Sie nur Hausrat ohne Befall.

Bettwanzen reisen beim Zügeln leicht mit, denn sie werden mit Gepäck, Möbeln und Betten verbreitet. Melden Sie einen Befall deshalb als Mieterin oder Mieter umgehend der Verwaltung und lassen Sie ihn vor dem Umzug von einer Fachfirma für Schädlingsbekämpfung behandeln. Hier erfahren Sie, woran Sie Bettwanzen erkennen, wer die Bekämpfung bezahlt und wie Sie Ihren Hausrat sicher packen.
Woran erkennen Sie Bettwanzen?
Eine erwachsene Bettwanze ähnelt laut Stadt Bern einem Apfelkern. Sie ist etwa 4 bis 6 Millimeter lang, oval, flach und rotbraun, vollgesogen laut Mieterverband fast 10 Millimeter. Bettwanzen können weder fliegen noch springen. Sie ernähren sich von Blut und stechen Menschen im Schlaf.
Spuren und Verstecke
Typische Spuren sind dunkle Flecken auf Matratze oder Bettgestell und Blutflecken auf der Bettwäsche. Die dunklen Flecken sind Kot, laut Kanton Genf schwarze Punkte von 1 bis 3 Millimetern. Tagsüber verstecken sich die Tiere in Ritzen, etwa am Bettgestell, an der Matratze, am Nachttisch oder in Steckdosen. Laut Kanton Genf genügt ihnen ein Spalt von der Dicke einer Kreditkarte.
Stiche sind kein sicherer Beweis
Jede Person reagiert anders auf die Stiche. Laut Umweltberatung Luzern können sie in Reihen und teilweise erst nach Tagen oder Wochen auftreten. Ein eindeutiges Zeichen sind sie nicht, denn auch Flöhe, Läuse und Mücken stechen. Laut Stadt Bern lassen Hautreaktionen allein keinen Rückschluss auf Bettwanzen zu. Suchen Sie deshalb nach lebenden oder toten Tieren und nach Kotspuren. Je mehr Anzeichen zusammenkommen, desto wahrscheinlicher ist ein Befall.
Was tun bei Verdacht auf Bettwanzen?
Eine Übertragung von Krankheiten durch Bettwanzen ist laut Stadt Bern bis heute nicht bekannt. Handeln sollten Sie trotzdem rasch, denn je früher ein Befall gemeldet wird, desto weniger aufwendig und teuer ist laut Kanton Genf die Behandlung.
- Fotografieren Sie Spuren und Tiere. Fotos können laut Mieterverband als Nachweis helfen.
- Lassen Sie das Tier bei Unsicherheit bestimmen, denn eine genaue Bestimmung ist laut Umweltberatung Luzern für eine erfolgreiche Bekämpfung nötig.
- Melden Sie den Befall als Mieterin oder Mieter umgehend der Verwaltung, idealerweise eingeschrieben, und klären Sie, wer die Fachfirma beauftragt. Bei Befall hilft laut Stadt Bern nur eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma.
- Verzichten Sie auf Insektensprays aus der Drogerie. Laut Stadt Bern bleiben sie erfolglos, weil sich die Wanzen in Ritzen verstecken, und treiben die Tiere im ganzen Haus herum.
Beratung durch Städte und Kantone
Die Angebote sind je nach Ort verschieden. Die Fachstelle Schädlingsprävention der Stadt Zürich hilft Stadtzürcherinnen und Stadtzürchern kostenlos bei der Bestimmung von Schädlingen und führt in Wohnungen in der Stadt kostenlose Inspektionen durch. Die Umweltberatung Luzern beantwortet Fragen der Bevölkerung des Kantons Luzern kostenlos. Anderswo fragen Sie bei Ihrer Gemeinde nach, welche Stelle zuständig ist.
Wer bezahlt die Bekämpfung in der Mietwohnung?
Schädlinge in einer Mietwohnung sind laut Mieterverband rechtlich ein Mangel am Mietobjekt. Die Vermieterschaft muss dann für Abhilfe sorgen und die Kosten übernehmen. Eine Ausnahme gilt für Schädlinge, die sich mit wenig Aufwand oder für wenig Geld bekämpfen lassen. Für Bettwanzen braucht es laut Mieterverband aber eine professionelle Schädlingsbekämpfungsfirma.
Die Mieterschaft trägt die Kosten laut Mieterverband nur, wenn sie die Tiere nachweislich unter Verletzung der Sorgfaltspflicht eingeschleppt hat. Ein vager Verdacht genügt nicht. Sind in einem Haus mehrere Wohnungen befallen, lässt sich laut Stadt Bern nicht mehr nachweisen, wer die Wanzen eingeschleppt hat. Dann muss die Hauseigentümerschaft die Kosten tragen.
Beauftragen Sie keine Fachfirma auf eigene Faust, denn laut Stadt Zürich übernimmt grundsätzlich die Kosten, wer eine Firma beauftragt. Waren beim Einzug bereits Schädlinge vorhanden, gilt dies laut Stadt Zürich als Mangel der Mietsache, für dessen Behebung die Vermieterschaft verantwortlich ist. Bei mehreren betroffenen Wohnungen kann die Zürcher Fachstelle die Verwaltung auffordern, eine Kontrolle und Bekämpfung im ganzen Gebäude zu veranlassen.
Für die Dauer des Mangels können Sie laut Mieterverband eine Mietzinsreduktion verlangen, sofern die Vermieterschaft den Mangel kennt. Kürzen Sie den Mietzins aber nicht eigenmächtig, davor warnt der Mieterverband ausdrücklich.
Kostenfaktoren der Bekämpfung
Was eine Bekämpfung kostet, hängt laut Kanton Genf von mehreren Faktoren ab.
- Grösse der Wohnung und Ausmass des Befalls
- Gewählte Behandlung, etwa chemisch oder durch Einfrieren von Gegenständen
- Zahl der Durchgänge, bei chemischer Behandlung mindestens zwei
- Tarife der beauftragten Firma
- Zeitpunkt der Meldung
Umziehen bei Bettwanzen, so gehen Sie vor
Bettwanzen können laut Stadt Bern unter geeigneten Bedingungen mehrere Monate hungern. Wer ohne Bekämpfung zügelt, riskiert deshalb, die Tiere in die neue Wohnung mitzunehmen.
Zuerst bekämpfen, dann zügeln
Stimmen Sie den Umzugstermin mit der Fachfirma ab. Für eine chemische Behandlung braucht es laut Kanton Genf eine zugelassene Firma, die mindestens zweimal eingreift, damit auch die Eier erfasst werden. Gegenstände aus der befallenen Wohnung lassen Sie laut Kanton Genf von Fachleuten behandeln, bevor Sie sie wegtragen. Müssen unbehandelte Stücke trotzdem hinaus, etwa zur Entsorgung, verpacken Sie sie vorher luftdicht. Informieren Sie die Umzugsfirma vor der Besichtigung offen über den Befall und den Stand der Bekämpfung.
Textilien waschen, trocknen oder einfrieren
Kleider, Bettwäsche, Vorhänge und Stofftiere behandeln Sie vor dem Einpacken. Die Empfehlungen unterscheiden sich leicht.
- Die Stadt Bern empfiehlt in ihrem Merkblatt von 2022, befallene Textilien 30 Minuten bei 60 °C oder zweimal hintereinander bei 40 °C zu waschen. Alternativ nennt sie 30 Minuten bei 45 °C im Wäschetrockner oder mehrere Tage bei minus 17 °C im Tiefkühler.
- Der Kanton Genf empfiehlt in einem Merkblatt von 2023, Textilien bei mindestens 60 °C zu waschen oder eine Stunde bei 60 °C im Wäschetrockner zu erhitzen. Als optimale Lösung nennt er das Einfrieren bei minus 23 °C während mindestens 72 Stunden.
Danach kommen die Textilien laut Kanton Genf in einen luftdicht verschlossenen Plastiksack und erst nach der zweiten Behandlung zurück in die Möbel. Den Staubsaugerbeutel entsorgen Sie nach jedem Saugen in einem verschlossenen Kehrichtsack.
Möbel und Kartons kontrollieren
Suchen Sie Bettgestell, Lattenrost, Matratzennähte, Nachttisch und Polstermöbel vor dem Packen mit einer Taschenlampe ab. Verwenden Sie neue oder saubere Umzugskartons statt gebrauchter Schachteln unbekannter Herkunft, denn Bettwanzen finden schon in sehr schmalen Ritzen Platz. Beschriften Sie Kartons aus dem Schlafzimmer, damit Sie diese in der neuen Wohnung zuerst kontrollieren können.
Befallene Möbel und Matratzen entsorgen
Nicht jedes befallene Möbelstück muss weg. Möbel, die eine Fachfirma behandelt hat, dürfen laut Kanton Genf zurück in die Wohnung, sobald diese vollständig von Wanzen befreit ist. Für Stücke, die Sie entsorgen, empfiehlt der Kanton Genf folgendes Vorgehen.
- Gegenstände vorher behandeln lassen oder luftdicht in Plastik verpacken
- Verpackung gut sichtbar mit dem Hinweis auf Bettwanzen beschriften, damit niemand die Möbel mitnimmt
- Nichts Unbehandeltes in Gemeinschaftsräume des Hauses stellen
- Sperrgut bei der Gemeinde anmelden und auf den Befall hinweisen
- Beim Transport im eigenen Auto gut verpacken und das Fahrzeug danach aussaugen
Wie Gemeinden Sperrgut abholen oder annehmen, ist unterschiedlich geregelt. Fragen Sie deshalb vorher nach.
Nur Hausrat ohne Befall einlagern
Möbel und Kartons aus einer befallenen Wohnung gehören erst ins Lager, wenn die Fachfirma die Bekämpfung abgeschlossen hat. Sonst gelangen die Wanzen später mit dem Hausrat in die neue Wohnung. Lagern Sie nur saubere Ware ein.
Gebrauchte Möbel und neue Wohnung prüfen
Mit mehr Reisen und dem Trend zu Secondhand, Tauschhandel und Flohmärkten verbreiten sich Bettwanzen laut Kanton Genf noch leichter. Die Stadt Bern rät, gebrauchte Betten, Möbel und Kleider zu kontrollieren, bevor Sie diese in die Wohnung nehmen.
- Suchen Sie an gebrauchten Möbeln und Matratzen nach Kotspuren, besonders in Nähten und Ritzen.
- Waschen Sie gebrauchte Kleider laut Kanton Genf bei mindestens 60 °C.
- Nehmen Sie keine Matratzen oder Polstermöbel vom Trottoir mit.
- Packen Sie Ihr Gepäck nach Stichen im Hotel laut Stadt Bern zu Hause auf dem Balkon oder in der Badewanne aus.
Prüfen Sie auch die neue Wohnung vor dem Einräumen. Spuren halten Sie im Antrittsprotokoll fest und melden sie umgehend schriftlich der Verwaltung.
So unterstützt UmzugKraft Sie nach der Bekämpfung
UmzugKraft ist eine Umzugs- und Reinigungsfirma mit Einsätzen in der ganzen Schweiz. Eine Schädlingsbekämpfung bieten wir nicht an. Unsere Leistungen gelten für Hausrat ohne Befall oder für die Zeit, nachdem die Fachfirma die Bekämpfung abgeschlossen hat.
Für Ihren Privatumzug planen wir den Zügeltag gemeinsam mit Ihnen. Möbel ohne Befall können Sie bei uns einlagern, ausgediente Möbel ohne Befall führen wir der Entsorgung zu. Für die Wohnungsabgabe übernehmen wir auf Wunsch die Endreinigung mit Abnahmegarantie. Eine Reinigung ersetzt keine Bekämpfung, klären Sie den Termin deshalb mit der Fachfirma ab.
Sagen Sie uns bei der Anfrage offen, ob ein Befall besteht oder bestand. Die Besichtigung ist kostenlos. Danach erhalten Sie eine Offerte mit Fixpreis für den beschriebenen Umfang. Telefon 062 558 77 59, WhatsApp 076 419 55 88, erreichbar Montag bis Freitag 08.00 bis 18.30 Uhr und Samstag 08.00 bis 16.00 Uhr.
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Checkliste Bettwanzen und Umzug
Bei Verdacht auf Befall
- Matratze, Bettgestell, Nachttisch und Steckdosen nach Tieren und Kotspuren absuchen
- Spuren fotografieren und das Tier bei Unsicherheit bestimmen lassen
- Verwaltung umgehend und idealerweise eingeschrieben informieren
- Keine Insektensprays aus der Drogerie einsetzen
Vor dem Zügeltag
- Umzugstermin mit der Fachfirma abstimmen
- Textilien waschen, trocknen oder einfrieren und luftdicht verpacken
- Möbel und Kartons kontrollieren, neue oder saubere Kartons verwenden
- Befallene Möbel, die weg sollen, behandeln lassen oder luftdicht verpacken und beschriften
- Sperrgut bei der Gemeinde anmelden und den Befall angeben
- Nur Hausrat ohne Befall einlagern
- Umzugsfirma über Befall und Stand der Bekämpfung informieren
Nach dem Einzug
- Neue Wohnung vor dem Einräumen auf Spuren prüfen
- Spuren im Antrittsprotokoll festhalten und der Verwaltung melden
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung.
Häufige Fragen
Kann ich Bettwanzen beim Umzug mitnehmen?
Ja. Bettwanzen werden laut Umweltberatung Luzern mit Gepäck, Möbeln und Betten verbreitet. Lassen Sie befallene Gegenstände deshalb vor dem Umzug von einer Fachfirma behandeln. Was Sie entsorgen, verpacken Sie luftdicht und beschriften es.
Wer bezahlt die Bettwanzenbekämpfung in der Mietwohnung?
Grundsätzlich die Vermieterschaft, denn Schädlinge gelten laut Mieterverband als Mangel. Die Mieterschaft zahlt nur bei nachgewiesener Verletzung der Sorgfaltspflicht. Melden Sie den Befall zuerst der Verwaltung, denn laut Stadt Zürich zahlt in der Regel, wer eine Firma beauftragt.
Bei wie viel Grad muss ich Wäsche gegen Bettwanzen waschen?
Die Stadt Bern nennt 30 Minuten bei 60 °C oder zweimal hintereinander 40 °C, der Kanton Genf mindestens 60 °C. Beide nennen als Alternative den Wäschetrockner oder das Einfrieren.
Helfen Insektensprays aus der Drogerie?
Nein. Laut Stadt Bern bleiben solche Sprays erfolglos und treiben die Wanzen in der Wohnung herum. Bei Befall hilft nur eine Fachfirma.
Sind Bettwanzen ein Zeichen für eine unsaubere Wohnung?
Nein. Laut Kanton Genf kommen Bettwanzen in allen sozialen und kulturellen Milieus vor, und ein Befall hängt nicht unbedingt von der Sauberkeit ab.
Kann ich eine Matratze mit Bettwanzen einfach zum Sperrgut stellen?
Nicht unbehandelt und unverpackt. Der Kanton Genf empfiehlt, befallene Gegenstände behandeln zu lassen oder luftdicht zu verpacken, deutlich zu beschriften und die Gemeinde auf den Befall hinzuweisen.
Quellen
- Stadt Bern, Fachstelle Gesundheit und Wohnen, Merkblatt Bettwanze (Ausgabe 2022)
- Stadt Zürich, Fachstelle Schädlingsprävention, Beratung zu Schädlingen
- Umweltberatung Luzern, Bettwanzen
- Mieterinnen- und Mieterverband, Merkblatt Schädlinge in der Mietwohnung
- Mieterinnen- und Mieterverband, Mängel und Schäden
- Kanton Genf, Les punaises de lit (Bettwanzen, Übersicht, französisch)
- Kanton Genf, Savoir identifier une punaise de lit (Bettwanzen erkennen, französisch)
- Kanton Genf, Précautions à prendre pour ne pas être infesté (Vorsichtsmassnahmen gegen einen Befall, französisch)
- Kanton Genf, Les punaises de lit, l’essentiel (Bettwanzen, das Wichtigste, 2023, französisch)
- Kanton Genf, Fiche pratique 7, Préparer son logement avant le traitement (Wohnung vor der Behandlung vorbereiten, 2023, französisch)
- Kanton Genf, Fiche pratique 8, Comment se débarrasser d’objets infestés (Befallene Gegenstände entsorgen, 2023, französisch)
- Kanton Genf, Fiche pratique 9, Coût d’une désinfestation (Kosten einer Bekämpfung, 2023, französisch)
Alle Quellen abgerufen am 11. Oktober 2026.
Angaben ohne Gewähr. Massgebend sind die Regeln Ihrer Gemeinde, Ihres Kantons und Ihr Vertrag.
Umzug nach der Bekämpfung sorgfältig planen
Wir planen Ihren Privatumzug, lagern Möbel ohne Befall ein und übernehmen die Endreinigung, sobald die Fachfirma die Bekämpfung abgeschlossen hat. Die Besichtigung ist kostenlos.
Erreichbar Montag bis Freitag 08.00 bis 18.30 Uhr, Samstag 08.00 bis 16.00 Uhr.















